Chromosomenschäden: Schädigt Cannabis die Gene?

Britisches Oberhaus

Es gibt keinen Befund, nach dem Cannabis die menschliche Fruchtbarkeit beeinträchtigt, oder dass es chromosomale oder genetische Schäden verursacht.
House of Lords Select Committee on Science and Technology. Cannabis. The scientific and medical evidence. London: The Stationary Office, 1998.

Weltgesundheitsorganisation

Es besteht ein allgemeiner Konsens, dass Cannabis und bestimmte Inhaltsstoffe von Cannabiszubereitungen (oder in einigen Fällen Kondensate von Cannabisrauch) in der Tat mutagene Wirkungen im Ames-Assay für Mutagenität ausüben können. Andererseits wurde gefunden, dass reines THC keine mutagenen Effekte hat.
World Health Organization. Cannabis: a health perspective and research agenda. Genf: Division of Mental Health and Substance Abuse, WHO, 1997.

Nova-Institut

Cannabisrauch kann eine mutagene Aktivität als Resultat von Karzinogenen (Benzpyrene, Nitrosamine) entfalten. Dies wurde im Ames-Test nachgewiesen. THC selbst ist nicht mutagen. THC kann die Synthese von DNS, RNS und Proteinen reduzieren und den normalen Zellzyklus verändern. Um solche Effekte zu erhalten, waren allerdings sehr hoge Dosen in Zellstudien erforderlich.
Nova-Institute. Hemp foods and THC levels: A scientific assessment. Sebastopol, USA: Hemptech, 1998.

(Der Ames-Assay ist ein Test, der einige Bakterienstämme kombiniert, um medizinische Geräte oder Substanzen auf ihre mutagene Aktivität zu überprüfen.)