Krankenkassen betonen, dass die Erstattung der Behandlungskosten von Dronabinol keine Frage der Kosten ist

In einem Interview mit dem Westdeutschen Rundfunk bestritt eine Vertreterin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, dass die Kassen den Patienten ein wirksames Medikament vorenthalten würden, weil es den Kassen zu teuer sei. In der Aufzeichnung des Radiobeitrags der Sendung Leonardo ("Arzneimittel Cannabis: Von der Schwierigkeit, eine Droge als Medikament zuzulassen") vom 25. November heißt es:
"Nein, das ist definitiv keine Kostenfrage. Sehen Sie, wir bezahlen auch andere Mittel, die sehr teuer sind. Also gerade bei Krebs- oder Aidspatienten ist es nicht in erster Linie eine Frage des Preises, auf gar keinen Fall. Sondern es ist einfach der Verfahrensweg. Wir haben erstens einen Stoff, der nicht legal ist. Cannabis ist eine Droge, ist also nicht handelsfähig, weder für Ärzte noch für Krankenkassen und auch nicht für Patienten. Und auf der anderen Seite haben wir das Problem, dass der Stoff nicht als Arzneimittel zugelassen ist. Also, es ist definitiv keine Kostenfrage."

Das Manuskript des Radiobeitrags findet sich unter:
https://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2008/11/Manuskripte/ms081125SchwerpunktCannabis.pdf