Große Mehrheit der Deutschen für medizinische Verwendung von Cannabis

Ein Großteil der Deutschen befürwortet die Verwendung von Cannabis als Medikament. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts EarsandEyes hervor. So gaben 81 Prozent der Befragten an, das Gesetz zu begrüßen, nach dem cannabishaltige Arzneien zur Therapie chronischer Schmerzen zugelassen werden. Die Befürwortung war in allen Altersgruppen etwa gleich hoch.

Vierzig Prozent der Deutschen befürworten nach dieser Umfrage die generelle Legalisierug von Cannabis und bejahten die Frage, ob Cannabis rechtlich so behandelt werden sollte wie Alkohol und Tabak. Auch hier war die Zustimmung in allen Altersgruppen etwa gleich hoch. Hauptgründe für den Wunsch nach einer Legalisierung von Cannabis sind: Seine positiven - wie z.B. schmerzstillenden - Wirkungen (63 Prozent), ein Rückgang der organisierten Kriminalität (60 Prozent), der Wunsch nach Selbstbestimmung darüber, ob man Hanf in irgendeiner Form zu sich nehmen möchte oder nicht (57 Prozent) sowie der Wegfall von Streckmitteln bzw. gefährlichen Beimischungen in Cannabis (56 Prozent). Die Legalisierungs-Gegner betrachten Cannabis hingegen als Einstiegsdroge (73 Prozent), die psychisch abhängig macht (61 Prozent) und auch psychische Schäden verursachen kann (54 Prozent).

Letztendlich sind sich die Bürger bewusst (84 Prozent), dass es wohl niemals eine Gesellschaft ohne Drogen geben wird. Die Frage ist nur, wer und wie man idealerweise die Menschen vor gefährlichen Suchtmitteln schützen kann. Nur 38 Prozent der Bürger halten hier Verbote seitens des Staates für das Mittel der Wahl. An dieser repräsentativen Befragung nahmen 1.000 Bundesbürger ab 16 Jahren teil.

Mehr unter:
- https://www.earsandeyes.com/de/marktforschung/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2011/legalize-it-40-der-deutschen-sind-fuer-eine-legalisierung-von-cannabis/
- https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/panorama/deutsche-fuer-medizin-cannabis

(Quellen: Ergebnisse der Umfrage "Drogen" von EarsandEyes, Pressemitteilung von EarsandEyes vom 14. November 2011, dpa vom 14. November 2011)