Liebe Leserin, lieber Leser,

mit den Sorten Klenk 18/1 und Stellio hat sich das Spektrum der verfügbaren Cannabissorten weiter vergrößert.

Die Tagesdosis schwankt bei meinen Patienten erheblich, zwischen 25 mg und 5 g. Bei einem Preis von 20 € pro Gramm entspricht dies monatlichen Kosten zwischen 15 € und 3000 €. Die meisten neuen Patienten benötigen zwischen 0,05 und 0,3 g täglich, entsprechend monatlichen Kosten von 30-180 €. Bei einem durchschnittlichen Dronabinol-Gehalt von 20 % in den Blüten entspricht dies 10-60 mg Dronabinol pro Tag.

Trotz der hohen Kosten für Cannabisblüten in Deutschland halten sich die Behandlungskosten daher im Vergleich zu anderen Medikamenten meistens in einem akzeptablen Rahmen. Diese Patienten verzichten auch häufig auf eine Antragstellung für eine Kostenübernahme bei ihrer Krankenkasse, sodass sie nicht in den Statistiken auftauchen. Vor allem für Patienten, die einen hohen Bedarf haben, stellt sich die Situation anders dar. Bei einem Tagesbedarf von über einem Gramm können viele Patienten die Kosten nicht mehr selbst stemmen. Diese streben daher eine Kostenübernahme durch ihre Krankenkasse an, sodass sich häufig ein verzerrtes Bild von den realen Kosten ergibt.

Viel Spaß beim Lesen!
Franjo Grotenhermen

ACM-Mitteilungen 14-tägig

  • Praxis-Workshop für Ärzte am 28. Juli 2018

    Dr. Franjo Grotenhermen führt in seiner Praxis am 28. Juli von 14 bis 18 Uhr einen Workshop für Ärztinnen und Ärzte zur praktischen Behandlung mit Cannabis und Cannabinoiden durch. Maximale...

  • Cannabis-Ausweis der ACM

    Es besteht der zunehmende Wunsch von Patienten, sich durch einen Ausweis als Cannabis-Patient gegenüber Polizeibeamten zu erkennen zu geben. Es gibt mittlerweile einige Firmen, die Cannabisausweise anbieten. Entgegen der üblichen...

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Informationen zur Petition

„Ärztinnen und Ärzte sollen entscheiden dürfen, ob eine Therapie unter Verwendung von Cannabis notwendig oder sinnvoll ist“, betont Dr. Franjo Grotenhermen.

Die Petition fordert den Bundestag auf, das Betäubungsmittelgesetz dahingehend zu ändern, dass Patientinnen und Patienten, bei denen aus ärztlicher Sicht eine Behandlung mit Cannabis oder Cannabinoiden medizinisch indiziert ist, nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden dürfen. Als Nachweis soll ein ärztliches Attest dienen.

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Informationen zu Cannabis

 

Bei welchen Indikationen dürfen cannabishaltige Arzneimittel verordnet werden?

Das Gesetz macht keine Vorgaben zu den für eine Verordnung zugelassenen Indikationen.

Die medizinische Kenntnisslage zu den verschiedenen möglichen Anwendungsgebieten von Cannabis sind sehr uneinheitlich. Für Übelkeit und Erbrechen bei Krebschemotherapie, Appetitlosigkeit und Abmagerung bei HIV/Aids, bei chronischen, vor allem neuropathischen Schmerzen sowie Spastik bei multipler Sklerose und Querschnittserkrankungen ist sie gut, für andere wie Epilepsie, Juckreiz und Depressionen eher schlecht. Allerdings...

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Cannabidiol bei Angststörungen

Fotolia_56682672_Subscription_XLDas gesteigerte Interesse am therapeutischen Potenzial des nicht psychotrop wirkenden CBD bei einer Vielzahl von Indikationen (Epilepsie, Entzündungen, Schizophrenie, et cetera) lässt sich bereits daran ablesen, dass sich pharmazeutische Firmen zunehmend für dieses Cannabinoid interessieren. So hat das israelische Unternehmen Tikun Olam eine Cannabissorte entwickelt, die 15,8 % CBD und weniger als ein Prozent THC enthält. Das britische Unternehmen GW

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Teilnahme am Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss

Wie sieht es nach dem Inkrafttreten des neues Gesetzes aus?

Die momentare gesetzliche Lage ist folgende. Wenn Cannabis aus medizinischen Gründen eingenommen wird, erfolgt bei anschließender Teilnahme am Straßenverkehr keine strafrechtliche Verfolgung - vorausgesetzt, dass gewisse Bestimmungen zur Einnahme eingehalten werden und es zu keinem Unfall oder Auffälligkeiten kommt.

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