Liebe Leserin, lieber Leser,

wie groß muss die Not der Patienten sein, die vergeblich einen Arzt suchen, der Ihnen Cannabis auf Rezept verschreibt? Ein Arzt aus München nimmt ungeniert 150 € für eine Erstbehandlung, 50 € für ein Attest und 60 € für ein Wiederholungsrezept. Das ist Kapitalismus in Reinform im Gesundheitswesen, in dem Angebot und Nachfrage die Preise bestimmen. Danach ist die Nachfrage offenbar groß, und das Angebot leider immer noch gering, wenn es um Cannabis als Medizin geht.

Es reicht nicht, an Ärzte zu appellieren, doch bitte auch cannabisbasierte Medikamente als Therapieoption in Betracht zu ziehen. Es bedarf struktureller Veränderungen, dass Ärzte, die grundsätzlich nicht gegen eine solche Behandlung sind, dies auch praktisch tun.

Hier findet sich eine aktuelle Datei mit Fallberichten und Studien mit Cannabis und Cannabinoiden bei verschiedenen Erkrankungen, die für die Argumentation zur Kostenerstattung hilfreich sein kann.

Viel Spaß beim Lesen!
Franjo Grotenhermen

ACM-Mitteilungen 14-tägig

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Informationen zur Petition

„Ärztinnen und Ärzte sollen entscheiden dürfen, ob eine Therapie unter Verwendung von Cannabis notwendig oder sinnvoll ist“, betont Dr. Franjo Grotenhermen.

Die Petition fordert den Bundestag auf, das Betäubungsmittelgesetz dahingehend zu ändern, dass Patientinnen und Patienten, bei denen aus ärztlicher Sicht eine Behandlung mit Cannabis oder Cannabinoiden medizinisch indiziert ist, nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden dürfen. Als Nachweis soll ein ärztliches Attest dienen.

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Informationen zu Cannabis

 

Bei welchen Indikationen dürfen cannabishaltige Arzneimittel verordnet werden?

Das Gesetz macht keine Vorgaben zu den für eine Verordnung zugelassenen Indikationen.

Die medizinische Kenntnisslage zu den verschiedenen möglichen Anwendungsgebieten von Cannabis sind sehr uneinheitlich. Für Übelkeit und Erbrechen bei Krebschemotherapie, Appetitlosigkeit und Abmagerung bei HIV/Aids, bei chronischen, vor allem neuropathischen Schmerzen sowie Spastik bei multipler Sklerose und Querschnittserkrankungen ist sie gut, für andere wie Epilepsie, Juckreiz und Depressionen eher schlecht. Allerdings...

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Cannabidiol bei Angststörungen

Fotolia_56682672_Subscription_XLDas gesteigerte Interesse am therapeutischen Potenzial des nicht psychotrop wirkenden CBD bei einer Vielzahl von Indikationen (Epilepsie, Entzündungen, Schizophrenie, et cetera) lässt sich bereits daran ablesen, dass sich pharmazeutische Firmen zunehmend für dieses Cannabinoid interessieren. So hat das israelische Unternehmen Tikun Olam eine Cannabissorte entwickelt, die 15,8 % CBD und weniger als ein Prozent THC enthält. Das britische Unternehmen GW

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Teilnahme am Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss

Wie sieht es nach dem Inkrafttreten des neues Gesetzes aus?

Die momentare gesetzliche Lage ist folgende. Wenn Cannabis aus medizinischen Gründen eingenommen wird, erfolgt bei anschließender Teilnahme am Straßenverkehr keine strafrechtliche Verfolgung - vorausgesetzt, dass gewisse Bestimmungen zur Einnahme eingehalten werden und es zu keinem Unfall oder Auffälligkeiten kommt.

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