Liebe Leserin, lieber Leser,

der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD zur Bildung einer neuen Regierung enthält das Wort Cannabis nicht. Das Bundesgesundheitsministerium bleibt in der Hand der CDU. Möglicherweise bleibt daher Frau Marlene Mortler (CSU) auch Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

Wir hoffen, dass Sie sich weiterhin engagiert dafür einsetzt, dass cannabisbasierte Medikamente schwerkranken Menschen in dem notwendigen Umfang zur Verfügung gestellt werden. In einem Schreiben an die Sprecher des SCM weist sie darauf hin, dass sie die Entwicklung weiterhin aufmerksam verfolge, damit das Gesetz seinen Anspruch auch erfüllt.

Es ist daher wichtig, dass Frau Mortler nicht nur regelmäßig Informationen von den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Krankenkassen, sondern auch von Patienten und deren Umfeld erhält. Im Zusammenhang mit einer möglichen und notwendigen Weiterentwicklung des Gesetzes wird es sicherlich Sinn machen, zu gegebener Zeit auch auf eine Anregung aus der SPD-Fraktion für eine neue Petition zum Thema Cannabis als Medizin zurückzukommen.

Viel Spaß beim Lesen!
Franjo Grotenhermen

ACM-Mitteilungen 14-tägig

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Bei welchen Indikationen dürfen cannabishaltige Arzneimittel verordnet werden?

Das Gesetz macht keine Vorgaben zu den für eine Verordnung zugelassenen Indikationen.

Die medizinische Kenntnisslage zu den verschiedenen möglichen Anwendungsgebieten von Cannabis sind sehr uneinheitlich. Für Übelkeit und Erbrechen bei Krebschemotherapie, Appetitlosigkeit und Abmagerung bei HIV/Aids, bei chronischen, vor allem neuropathischen Schmerzen sowie Spastik bei multipler Sklerose und Querschnittserkrankungen ist sie gut, für andere wie Epilepsie, Juckreiz und Depressionen eher schlecht. Allerdings...

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Cannabidiol bei Angststörungen

Fotolia_56682672_Subscription_XLDas gesteigerte Interesse am therapeutischen Potenzial des nicht psychotrop wirkenden CBD bei einer Vielzahl von Indikationen (Epilepsie, Entzündungen, Schizophrenie, et cetera) lässt sich bereits daran ablesen, dass sich pharmazeutische Firmen zunehmend für dieses Cannabinoid interessieren. So hat das israelische Unternehmen Tikun Olam eine Cannabissorte entwickelt, die 15,8 % CBD und weniger als ein Prozent THC enthält. Das britische Unternehmen GW

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Teilnahme am Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss

Wie sieht es nach dem Inkrafttreten des neues Gesetzes aus?

Die momentare gesetzliche Lage ist folgende. Wenn Cannabis aus medizinischen Gründen eingenommen wird, erfolgt bei anschließender Teilnahme am Straßenverkehr keine strafrechtliche Verfolgung - vorausgesetzt, dass gewisse Bestimmungen zur Einnahme eingehalten werden und es zu keinem Unfall oder Auffälligkeiten kommt.

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