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ACM-Mitteilungen vom 08. Januar 2022

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Umgang mit dem Cannabis als Medizin-Gesetz aus 2017 treibt zum Teil extreme Blüten mit nachteiligen Auswirkungen für die betroffenen Patientinnen und Patienten.

Dies betrifft Krankenkassen, Strafverfolgungsbehörden, Führerscheinstellen und profitorientierte Unternehmen.

Wir dokumentieren hier ein Schreiben der AOK Niedersachsen vom 29. Dezember 2021, in dem behauptet wird, dass eine cannabisbasierte Medikation nur möglich ist, wenn „Forschungsergebnisse vorliegen, die erwarten lassen, dass das Arzneimittel für die betreffende Indikation zugelassen werden kann.“ Dabei wurde das Gesetz geschaffen, um Patienten eine Therapie zu ermöglichen, obwohl Forschungsergebnisse in einem solchen Umfang (noch) nicht vorliegen.

Ein weiteres Beispiel: Nach einer Hausdurchsuchung bei einer niedergelassenen Ärztin verliert ein Patient seine ihn mit Cannabis behandelnde Ärztin. Die Hausdurchsuchung erfolgte, weil sie regelmäßig die Verschreibungshöchstmenge von 100 g um 10 g überschritten hatte. Das ist notwendig, wenn der betreffende Patient mehr als 3,3 g am Tag benötigt. Das ist nicht die Regel, es gibt aber Patienten die eine höhere Tagesdosis eines Betäubungsmittels benötigen, als die Verschreibungshöchstmenge zulässt. Das ist nicht nur bei Cannabis, sondern auch bei Dronabinol oder anderen Betäubungsmitteln eine gängige Praxis. Der Betroffene möchte diesen Vorgang gern öffentlich machen. Mehr dazu in der nächsten oder übernächsten Ausgabe.

Und hier das letzte: Algea Care erlitt am 30. Dezember 2021 eine schwere Schlappe vor dem Landgericht Frankfurt. Das Unternehmen hatte versucht, durch eine einstweilige Verfügung gegen den ACM die weitere Verbreitung einer Pressemitteilung der ACM zu unterbinden. Darin hatte die ACM unter den Titel „Schwere Vorwürfe gegen Cannabisärzte-Startup Algea Care“ das Gebaren von Algea Care kritisiert. Das Ansinnen von Algea Care zur Unterbindung der Aussagen in der Pressemitteilung der ACM wies die Pressekammer des Landgericht Frankfurt/Main mit aller Klarheit zurück: „Wahre Tatsachenbehauptungen müssen in der Regel hingenommen werden, auch wenn sie nachteilig für den Betroffenen sind. Dies gilt auch hier.“ Wir haben den nicht rechtskräftigen Beschluß gestern erhalten, werden ihn uns genau anschauen und dann berichten. Anders hatte es bereits im November eine andere „Kammer für Handelssachen“ desselben Gerichts gegen ein auch als Arzt tätiges Vorstandsmitglied des ACM entschieden und diesem die Verbreitung der Pressemitteilung untersagt. Es werden nun zwei Verfahren parallel geführt werden müssen, der ACM ist zuversichtlich, sich am Ende durchsetzen zu können.

Viel Spaß beim Lesen!

Franjo Grotenhermen

Inhalt:

Video-Vorträge: Therapie mit cannabisbasierten Medikamenten

Die ACM hat am 20. März 2021 eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung für Ärztinnen und Ärzte und Apothekerinnen und Apotheker über das Thema Therapie mit cannabisbasierten Medikamenten: Grundlagen und Praxis durchgeführt. Alle dort gehaltenenen Vorträge wurden aufgezeichnet und können hier kostenlos angeschaut werden.

Die Video-Vorträge decken die folgenden Themenbereiche ab:

Sponsoren der Video-Vorträge

Wir danken unseren Sponsoren, die mit ihrer großzügigen finanziellen Unterstützung die Online-Fortbildung und das Enstehen der Video-Vorträge ermöglicht haben.

Logo von Stadapharm

Logo von Four 20 Pharma
Logo von CC Pharma

Logo von Grünhorn
Logo von Vayamed
Logo von AMP
Logo von Spectrum Therapeutics

Kurs an der Dresden International University

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass der erste umfassende Kurs zur Verwendung von cannabisbasierten Medikamenten in Deutschland am 30. September 2021 an der Dresden International University starten kann. Die Dozent:innen sind die Vorsitzende der ACM, Professorin Kirsten Müller-Vahl, Apotheker Dr. Dennis Stracke und Dr. Franjo Grotenhermen.

Illustration Mitgliedschaft

Mitgliedschaft

Werden Sie Mitglied der ACM um alle Aktivitäten der ACM mit einem steuerlich absetzbaren Mitgliedsbeitrag finanziell zu unterstützen.

Als Mitglied der ACM/IACM sind Sie Teil einer Gemeinschaft, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Verwendung von Cannabisprodukten für alle Patienten durchzusetzen, die eine solche Therapie benötigen.

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Patiententelefon

Freitags zwischen 11:00-13:00 und 14:00-16:00 können Sie unser Patiententelefon unter der Nummer 0800 / 0226622 erreichen, um kompetente Auskunft rund um das Thema Cannabis als Medizin zu erhalten.

Dieser 0800-Service ist für Anrufende kostenlos. Wir würden uns aber über eine Spende zur Unterstützung unserer Arbeit sehr freuen.

Rufen Sie einmal an, die Nummer wird gespeichert. Sie erhalten dann im Laufe des Freitags einen Rückruf unseres Beraters.

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Informationen für Ärzte

Wenn sie Arzt sind und mehr über den therapeutischen Einsatz von Cannabinoiden erfahren möchten, können sie auf dieser Seite nähere Informationen dazu finden.

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Hilfeangebote für Patienten

Wenn sie Interesse an einer Therapie mit Medikamenten auf Cannabisbasis haben, offene Fragen haben oder Sie sich mit Mitpatienten austauschen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Angebote:

Sponsoren

Wir danken allen unseren Sponsoren für die großzügige Unterstützung unserer Arbeit! Dies ermöglicht es uns, unser vielfältiges Informations- und Serviceangebot für Patient*innen und Mitglieder der Heilberufe stetig zu erweitern und uns auch weiterhin für Verbesserungen in der Behandlung mit Cannabis-Medikamenten zu engagieren.

Goldsponsoren

Diese Sponsoren unterstützen die ACM mit mindestens 5000€:

420 Pharma
Vertanical
Sanity Group
MYCB1