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ACM-Mitteilungen vom 06. August 2022

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Abschlussbericht der Begleiterhebung zeigt, dass nur ein kleiner Teil der Patient:innen, denen Ärzt:innen in den vergangenen Jahren Cannabis-Medikamente verschreiben wollten oder verschrieben haben, in die Erhebung eingegangen sind. Zusammen mit Daten aus einem Artikel im Deutschen Ärzteblatt vom 25. Juli 2022 können wir heute festhalten, dass weniger als 25 % dieser Patienten von der Begleiterhebung erfasst wurden. Das bedeutet, dass die Ergebnisse der Begleiterhebung keine Rückschlüsse auf die Verwendung von cannabisbasierten Medikamenten in Deutschland erlauben. Dies gilt für die Indikationen für eine solche Therapie, die Wirksamkeit bei verschiedenen Symptomen, mögliche Nebenwirkungen und einen Vergleich zwischen verschiedenen Produkten oder Applikationsformen.

Gemäß der Analyse des Abschlussberichts durch die ACM „gingen in die Begleiterhebung nur etwa 36 % (16.800 von durch AOK, Barmer und TKK 46.000 genehmigten Anträgen) derjenigen Patient:innen ein, die von AOK, Barmer und TKK eine Kostenübernahme erhalten haben, sowie nur etwa 24 % (16.800 von 70.000 Anträgen bei AOK, Barmer und TKK), also weniger als ein Viertel aller Patient:innen, die allein bei diesen drei Krankenkassen eine Kostenübernahme beantragt hatten. Daten zu anderen gesetzlichen Krankenkassen und privaten Versicherungen liegen nicht vor. Es ist davon auszugehen, dass weniger als 20 % aller Patient:innen, die einen Antrag auf Kostenübernahme bei ihrer Krankenversicherung gestellt haben, in der Begleiterhebung erfasst wurden.“

In der Schweiz ist am 1. August 2021 ebenfalls ein Gesetz in Kraft getreten, dass wie in Deutschland die Verordnung von Cannabisblüten und anderen Medikamenten auf Cannabisbasis erleichtert bzw. erstmals ermöglicht. Es stellt sich die Frage, ob die Schweiz 2 Ziele besser als in Deutschland umsetzen wird:

  1. Patienten, die nach Auffassung der jeweils behandelnden Ärzte eine Therapie mit cannabisbasierten Medikamenten benötigen, sollten diese auch erhalten können. Insbesondere sollte dafür Sorge getragen werden, dass der Zugang nicht von den finanziellen Möglichkeiten der Patienten abhängt.

  2. Eine Therapie mit cannabisbasierten Medikamenten sollte möglichst weit eine ärztliche Entscheidung sein.

Viel Spaß beim Lesen!

Franjo Grotenhermen

Inhalt

Videoaufzeichnungen der ACM-Konferenz 2022

Die ACM hat am 02. April 2022 eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung für Ärztinnen und Ärzte und Apothekerinnen und Apotheker durchgeführt. Alle dort gehaltenenen Vorträge wurden aufgezeichnet und können hier kostenlos angeschaut werden.

Logo von Vayamed
Logo von Cansativa

Logo von Swiss Alpinopharma
Logo von Canymed

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Logo von Aurora

Kurs an der Dresden International University

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass der erste umfassende Kurs zur Verwendung von cannabisbasierten Medikamenten in Deutschland am 30. September 2021 an der Dresden International University starten kann. Die Dozent:innen sind die Vorsitzende der ACM, Professorin Kirsten Müller-Vahl, Apotheker Dr. Dennis Stracke und Dr. Franjo Grotenhermen.

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Dieser 0800-Service ist für Anrufende kostenlos. Wir würden uns aber über eine Spende zur Unterstützung unserer Arbeit sehr freuen.

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