Cannabis kann nach einer offenen Studie bei der Behandlung von Kindern mit Autismus hilfreich sein

Cannabis mit einem Verhältnis von CBD zu THC von 20:1 und 6:1 war bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung von Nutzen. Die Ergebnisse dieser Forschung von Ärzten der Neuropädiatrischen Abteilung des Shaare Zedek Medical Center in Jerusalem (Israel) wurden im Journal of Autism and Developmental Disorders veröffentlicht. Sechzig Patienten im Alter von 5 bis 18 Jahren erhielten bis zu 10 mg CBD/kg Körpergewicht und 0,5 mg/kg THC. Bei 29 Patienten mit unzureichender Reaktion auf den Extrakt mit einem Verhältnis von 20:1 wurden höhere THC-Dosen verabreicht. Die mittlere tägliche Gesamtdosis betrug 3,8 mg/kg CBD und 0,29 mg/kg THC.

Nach der Behandlung mit Cannabis waren die emotionalen Ausbrüche bei 61 % der Patienten stark oder sehr stark verbessert. Die Autoren schrieben, dass „diese vorläufige Studie die Durchführbarkeit von CBD-basierten Cannabis-Studien bei Kindern mit ASD unterstützt“. Allerdings ist die Einstufung des Extrakts als „Cannabidiol-reich“ bei einer täglichen Dosis von 0,3 mg/kg THC fragwürdig, da diese Dosis eine hohe therapeutische THC-Dosis für Kinder darstellt, was durch ein vorübergehendes schweres psychotisches Ereignis bei einem Patienten unterstrichen wird. Daher könnten Behandlungseffekte nicht auf CBD, sondern auf THC basieren.

Aran A, Cassuto H, Lubotzky A, Wattad N, Hazan E. Brief Report: Cannabidiol-Rich Cannabis in Children with Autism Spectrum Disorder and Severe Behavioral Problems-A Retrospective Feasibility Study. J Autism Dev Disord. 2018 Okt 31. [im Druck]

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