CDU-Ortsverein spielt Geld für medizinische Verwendung von THC ein

Die Tageszeitung Freies Wort berichtete am 31. Juli von einem Benefizspiel zugunsten von Ute Köhler, deren Krankenkasse die Übernahme der Kosten für die Behandlung mit Dronabinol (THC) verweigert.
"SCHEIBE-ALSBACH – Wenn die Fußballelf des CDU-Ortsverbandes Scheibe-Alsbach und Steinheid am Freitag ihr jährliches Benefizspiel startet, dann geht es diesmal um Cannabis – genauer gesagt um das Schmerzmittel Dronabinol. Dieses wird der aus Scheibe-Alsbach stammenden Krebspatientin Ute Köhler von der AOK Thüringen seit Jahren vorenthalten, weil es nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen steht. Während Ortskrankenkassen in anderen Bundesländern austherapierten Patienten, denen herkömmliche Mittel nicht mehr helfen, per Einzelfallentscheidung das Schmerzmittel zur Verfügung stellen, weigert sich die AOK Thüringen, diesen Weg zu gehen. Dagegen hat Ute Köhler bereits mehrfach geklagt.
'Wir wollen mit unserem Benefizspiel den Kampf von Ute Köhler um das einzige ihr helfende Präparat aktiv unterstützen', sagte der CDU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Ortsverbandes, Henry Worm. Der Ortsverband wolle mit einem Scheck über 250 Euro die Kosten des Arzneimittels für eine Woche finanzieren und somit das Verhalten der Thüringer AOK kritisch hinterfragen."
(Quelle: Freies Wort vom 31. Juli 2007, https://www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/seite2thueringenfw/art2437,688295)